Infobüro für Unternehmen Aachen

IKT.NRW-Studie: Cyber Physical Systems in der Produktionspraxis

Anwendungsfälle, Praxisprojekte und eine Wirtschaftlichkeitsbetrachtung sollen KMU den Einstieg in Industrie 4.0 erleichtern.

Wie weit sind Unternehmen in Nordrhein-Westfalen beim Einsatz von Cyber Physical Systems und damit auf dem Weg zur Industrie 4.0? Welche Problemstellungen in der Produktion können bereits heute technologisch gelöst werden? Und wann rechnet sich der Einsatz neuer Technologien? Die aktuelle Studie "Cyber Physical Systems in der Produktionspraxis" beantwortet diese und weitere Fragen, um kleinen und mittelständischen Unternehmen die Entscheidung für den Einsatz von Cyber Physical Systems zu erleichtern.

Titelseite der Studie

Die IKT.NRW-Studie zeigt anhand innovativer Anwendungsfälle aus Forschung und Industrie, dass es für viele aktuelle Problemstellungen aus der Produktionspraxis bereits Lösungsmodelle gibt - zum Beispiel für die werksübergreifende zentrale Lagerhaltung, ein systematisches Störungsmanagement oder die Losgröße 1-Fertigung. Ein Konzept zur Wirtschaftlichkeitsbetrachtung hilft, die Investition in neue Technologien abzuschätzen. Sowohl Lösungsanbieter als auch Anwender verfügen bereits über eine solide technische Basis sowie das notwendige Know-how hinsichtlich innovativer Technologien als Industrie-4.0-Grundlage. Die Ergebnisse der Studie belegen, dass bereits einige Anwendungsfälle auf Systeme zurückgreifen, die unterstützt durch Sensorik eigene Ziele verfolgen und Aktor-Elemente für physische Aktionen und Nutzerinteraktionen in Produktionsumgebungen einsetzen. Gleichzeitig deckt die Systematisierung der Anwendungsfälle auf, dass Handlungsbedarf bei der Dezentralisierung der Systeme, einer der wesentlichen Eigenschaften von Cyber Physical Systems, besteht.

Die Voraussetzungen in Nordrhein-Westfalen sind also günstig, um eine führende Rolle in Sachen Industrie 4.0 einzunehmen - die technologischen Kompetenzen im CPS-Bereich sind unbestritten herausragend und auch die Anwenderseite ist umtriebig: Neben den identifizierten Praxisbeispielen zeigt die Studie auch eine Reihe aktueller Forschungs- und Entwicklungsprojekte, die deutlich machen, dass Industrie 4.0-Technologien, -Konzepte und -Methoden in großer Breite erschlossen und weiterentwickelt werden.

Die Studie, erstellt durch das Forschungsinstitut für Rationalisierung an der RWTH Aachen unter Leitung von Prof. Dr. Volker Stich, ist ein Ergebnis der Arbeit in der Fachgruppe CPS in der Produktionspraxis. Wenn Sie sich für die Mitarbeit in der Fachgruppe interessieren, wenden Sie sich gerne an Lena Weigelin (lena.weigelin@ikt.nrw.de, Tel. 0202/4391035). Die Studie ist Teil einer Reihe über die Chancen und Herausforderungen von Cyber Physical Systems und ihr Potenzial für Nordrhein-Westfalen. Alle bisher erschienenen Publikationen stehen hier zum Download bereit. Nähere Informationen zu den weiteren Fachgruppen des CPS.HUB NRW sowie Beteiligungsmöglichkeiten sind unter www.cps-hub-nrw.de zu finden.

Quelle: IKT.NRW

 

 

Publiziert am 20.05.2015