Infobüro für Unternehmen Aachen

Jeder vierte Deutsche ist noch immer offline

Sicherheitsrisiken hält Nichtnutzer ab

Rund 16,5 Millionen Deutsche nutzen das Internet noch nicht. Damit hat sich die Tendenz der Nutzer und Nutzerinnen auch im Jahr 2013 kaum erhöht. Zu diesem Ergebnis kommt die Initiative 21, welche auch in diesem Jahr interessante Ergebnisse in ihrem (N)Onliner Atlas 2013 vorstellt. Ermittelt wurden diese an Hand von über 30.000 Interviews in Deutschland.

Auch in diesem Jahr zeigt sich, dass die Internetnutzer sich in Geschlecht, Altersklasse oder Bildungsabschluss von den Nichtnutzern unterscheiden. Immerhin jedoch ist der Zuwachs bei Frauen mit 1,3 Prozentpunkten mehr als dreimal so groß wie bei den männlichen mit nur 0,4 Prozentpunkten, auch wenn diese weiterhin als Nutzergruppe vorne liegen. Noch höhere Zuschläge sind bei den älteren Internetnutzern zu vermerken. Die 50- bis 70-Jährigen können zwischen 2 bis 3,3 Prozent zulegen.

 

Auch zwischen den einzelnen Bundesländern können unterschiedliche Nutzerverhalten festgestellt werden. Mit einem Plus von 2,9 Prozent kann das Saarland von 67,4 Prozent im letzten Jahr auf aktuell 70,3 Prozent am stärksten punkten. Im Vergleich zu Hamburg (81,8 Prozent), Berlin (81 Prozent) oder Bremen (79,3 Prozent) hinken Mecklenburg-Vorpommern (69,1 Prozent) und Sachsen-Anhalt (67,5 Prozent) weiterhin in der Internetnutzung hinterher.

Zu beobachten ist überdies, dass die Nutzer vermehrt in höhere Bandbreiten wechseln. Die Möglichkeit des Zugangs zu einem schnellen Internet wird auch in der Politik hoch eingeschätzt. So heißt es von Hans-Joachim Otto MdB, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, dass sich das Ministerium um einen zügigen Ausbau hochleistungsfähiger Netze bemühen muss, um den Anstieg der Internetnutzung fördern zu können.

Doch die Masse der Nichtnutzer ist immer noch hoch. Ein Viertel der deutschen Bürger und Bürgerinnen sind offline. 67,5 Prozent von ihnen geben Datenschutzbedenken als Grund an. 59,1 Prozent sind die Sicherheitsgefahren zu hoch. Für 58,5 Prozent scheitert der Weg ins digitale Web an den Erfahrungen mit Computern und eine beachtliche Zahl von 44,1 Prozent der Offline sieht weiterhin keinen Nutzen oder Vorteil in der Internetnutzung.

Als Fazit kann man festhalten, dass die meisten Gründe der Nichtnutzung durch gezielte Aufklärung und Unterstützung von Personengruppen an Kraft verlieren können. Die vollständige Studie finden Sie hier als PDF.

Publiziert am 07.05.2013