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Zunahme der Cyberkriminalität in 2012

Polizeiliche Kriminalstatistik zeigt deutlichen Anstieg zu 2011

Die neuen Informations- und Kommunikationstechniken bieten Tätern immer mehr Möglichkeiten Daten auszuspähen oder abzufangen. Auch die Infizierung mit Schadsoftware von Computern nimmt zu.

Das Bundesministerium des Innern hat die neue Polizeiliche Kriminalstatistik 2012 Zahlen vorgelegt. Die darin aufgeführten Zahlen zeigen, dass jede Art der Bedrohung im Schnitt um mind. 3 Prozent zugenommen hat.

So ist im Vergleich zu 2011 in Bezug auf Schadsoftwareinfizierungen eine Steigerung um 7,5 Prozent auf 63.959 Fälle zu verzeichnen. Betrugsdelikte mittels des Internets wurden 229.408 gezählt. Das sind im Vergleich zum Vorjahr rund 7.000 Fälle mehr. Vor allem die Bereiche der Computersabotage und die Datenveränderung durch Kriminalisten sind drastisch angestiegen. Hier ist ein Anstieg um mehr als 130 Prozent zu verzeichnen, so dass es eine Steigerung von 4.644 Fällen in 2011 auf 10.857 Fälle in 2012 gab.

Die Bundesregierung zeigt sich besorgt und sieht weiter Handlungsbedarf. "Die Bedrohungslagen werden vielfältiger und es steigen die Schadenssummen. Cyberkriminalität ist ein flexibler und anonymer Deliktsbereich. Darauf muss die Sicherheitspolitik reagieren. Hier dürfen wir in unseren Anstrengungen nicht nachlassen," betonte Bundesinnenminister Friedrich.

Die gesamte Statistik ist auf den Seiten des Bundesministeriums des Innern zu finden: http://www.bmi.bund.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2013/05/pks.html

Publiziert am 10.06.2013